Antonio Nocito untersucht Arztserien

Check-Up!

Chefarzt Antonio Nocito schaut Arztserien - Folge 4

Eine neue Folge unserer Serie „Check-Up!“. Diesmal geht es allerdings nicht um die Einordnung beliebter Arztserien aus professioneller Sicht, sondern sozusagen um ein interdisziplinär-zwischenmenschliches Problem. 






Der Fall: Scrubs – „Konservativ vs. Operativ“

In Folge 1/20 von „Scrubs“ wird nämlich der klassische Konflikt zwischen Chirurgen und Internisten behandelt.  Während Chirurg Turk den Patienten am liebsten gleich aufschneiden würde, rät Internist JD zu Geduld und einer medikamentösen Behandlung. Ausserdem wird die Beeinflussung von Patienten durch Angehörige thematisiert – obwohl die Einflussnahme in diesem Fall nicht von einem Angehörigen, sondern vom Hausmeister des Krankenhauses ausgeht.

 

Konservative und operative Therapien

«Konservativ» bezeichnet in der Medizin natürlich weder eine politische noch eine geistige Haltung, sondern die Behandlung einer Krankheit mittels medikamentöser Therapie. Im Gegensatz dazu steht die chirurgische Behandlung durch einen operativen Eingriff. Für vielen Erkrankungen stehen sowohl operative als auch konservative Therapieformen zur Verfügung. Die Wahl der geeigneten Behandlungsmethode erfolgt dann in gemeinsamer Absprache der behandelnden Ärzte mit dem betroffenen Patienten. Blöd nur, wenn sich die behandelnden Ärzte nicht einigen können und sich auch noch Aussenstehende einmischen. 

Wie Dr. Nocito diese heikle Situation einschätzt, erfahren Sie im Video:

 






Der Faktencheck:

Es scheint, als sei die Rivalität zwischen Chirurgen und Internisten am Kantonsspital Baden nicht ganz so gross. Im fraglichen Fall aus «Scrubs» ergreift Chirurg Nocito nämlich überraschend Partei für den Internisten JD und plädiert für eine konservative Behandlung. Dies sei so lange angezeigt, wie sich die Symptome der Erkrankung medikamentös kontrollieren lassen. Gerade im Fall einer Colitis ulcerosa ist eine koordinierte interdisziplinäre Vorgehensweise unabdingbar, da die Darmerkrankung ein erhöhtes Karzinom-Risiko birgt.

 

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