Die Behandlung

Magenbypass bei Adipositas: oft der letzte Ausweg

Ein kleinerer Magen und eine verminderte Nährstoffaufnahme – die Magenbypass-OP wirkt gleich doppelt. Unsere Infografik zeigt, wie der Eingriff funktioniert.

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Der Magenpouch

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Der Magenpouch

Magenbypass: Übersicht Magenpouch

 

Wenige Zentimeter unterhalb des Mageneingangs wird der Magen abgetrennt. Dadurch entsteht ein künstlicher kleiner Magen, ein sogenannter Magenpouch (1). Beide Teile des Magens werden mit einer Naht verschlossen. Der Magenpouch ist etwa so gross wie eine Espressotasse und kann daher nur noch beschränkt Nahrung aufnehmen.

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Die Fusspunkt-Anastomose

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Die Fusspunkt-Anastomose

Magenbypass: Übersicht Fusspunktanastomose

 

Um die Nahrung zu verdauen, braucht der Dünndarm die Verdauungssäfte aus der Gallenblase (2) und der Bauchspeicheldrüse (3). Daher wird das eine Ende des Dünndarms im mittleren Teil des Dünndarms angeschlossen. Diese Verbindung nennt man Fusspunktanastomose.

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Die Gastroenterostomie

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Die Gastroenterostomie

Magenbypass: Übersicht Gastroenterostomie

 

Der Dünndarm wird durchtrennt. Bei der sogenannten Gastroenterostomie wird das eine Ende des Darms an den Magenpouch (1) angeschlossen, sodass die Nahrung direkt vom Pouch in den Dünndarm gelangt. Daher auch der Begriff «Bypass» – der Restmagen wird quasi umgangen. Dadurch beginnt die Verdauung erst im mittleren Teil des Dünndarms. So nimmt er weniger Nahrungsbestandteile wie Fett, Kohlenhydrate und Zucker auf, aber auch weniger Mineralstoffe und Vitamine.






Behandlung von Übergewicht und Adipositas

Eine Operation wie der Magenbypass gilt generell als letzte Option. Zunächst behandeln die Ärzte Übergewicht oder Adipositas mit konservativen Methoden wie Ernährungsberatung, Physiotherapie und Psychotherapie. Zeigen diese keine Wirkung, wird ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen. Bei Patienten mit einem BMI von über 35 übernimmt die Krankenkasse dann die Kosten für eine Adipositasoperation. Dies unter der Bedingung, dass der Patient während zweier Jahre erfolglos versucht hat, mit den oben genannten Methoden Gewicht zu verlieren.

Das eingespielte Team am KSB führt jährlich mehr als 100 solcher Operationen durch. «Dadurch erreichen wir ein sehr hohes Sicherheits- und Qualitätsniveau», sagt Antonio Nocito, Chefarzt Chirurgie am KSB. Diese Aussage stützt auch die SMOB (Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders): Sie hat das KSB-Adipositaszentrum als Referenzzentrum zertifiziert.






Das Leben nach der Operation

Wie jede Operation birgt auch ein Magenbypass gewisse Risiken, über die die Patienten am KSB umfassend aufgeklärt werden. Zudem muss der Patient nach der Operation seine Ernährung umstellen. Dabei steht ihm das Team der Ernährungsberatung am KSB langfristig zur Seite.

Ziel ist es, den Patienten auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung zu begleiten. Zu einer Ernährungsumstellung nach der Magenbypass-OP gehören unter anderem kleinere Portionen, das Trennen von Essen und Trinken oder der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke. Wer sich nicht an diese Vorgaben hält, muss mit Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall und einem verminderten Gewichtsverlust rechnen. Zusätzlich muss der Patient sein Leben lang Vitamin- und Mineraliensupplements zu sich nehmen, da sie der Darm nicht mehr in ausreichenden Mengen aufnehmen kann.

Erfahren Sie auf dem KSB-Blog mehr über die Ernährung nach einer Bauch-OP.






Das KSB-Adipositaszentrum
Suchen Sie Hilfe bei Ihren Gewichtsproblemen? Melden Sie sich beim KSB-Adipositaszentrum:
Sekretariat Adipositaszentrum
Tel. +41 56 486 26 15
adipositas@ksb.ch






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